Die Charisma Lüge

Charisma?

Die Charisma Lüge

„Gehe niemals mit Kindern oder Tieren auf die Bühne!“

So lautet ein altes Schauspielergesetz. – Warum?

Du hast keine Chance gegen sie!

Ich muss gestehen, dass ich zutiefst geschockt war, als mir mein alter Schauspiellehrer zusammen mit meinem Diplom diese ultimative Bühnenweisheit mit auf den Weg gab. Nach all den Jahren intensivster Ausbildung in der Kunst des Schauspielens, sollte mich ein Hund oder ein Kind auf der Bühne ausstechen können?! Das konnte nicht sein! Niemals!!!

Bis ich dann eines Abends selbst im Publikum saß und Zeuge werden durfte, wie einem verzweifelten Kollegen auf der Bühne von einer räudigen Promenadenmischung die Show gestohlen wurde. Alle Augen waren auf den Hund gerichtet, auch meine.

Je mehr der Kollege merkte, dass die Aufmerksamkeit des Publikums zum Hund wanderte, desto intensiver, desto expressiver, desto lauter, desto gestenreicher wurde sein Spiel. Vergebens. Er hatte keine Chance, denn der Hund machte…

…nichts.          liegender-hund

Er war einfach. Setzte sich hin, schnupperte auf der Bühne herum, kratzte sich, legte sich hin, reinigte mit der Zunge seine Pfoten; kurz: Er folgte seinen Impulsen. Da steckte keine Absicht dahinter, kein Wunsch zu gestalten, zu wirken oder zu gefallen. Der Hund war „authentisch“ – der Kollege immer weniger.

 

Jeder, der schon mal einem kleinen Kind länger zugeschaut hat, wird von ähnlichen Erfahrungen berichten können. Von natürlichen, unverstellten Handlungen und Reaktionen. Wir sind von ihrem Anblick verzaubert, wir bewundern ihre Ausstrahlung, auch bekannt unter dem Namen: Charisma.

Charisma ist uns in die Wiege gelegt

Das Wort beschreibt die direkte, unverstellte Verbindung zum Göttlichen. Wer in der „Gnade“ dieser Verbindung steht, leuchtet von innen. Diesen Personen sehen wir gerne zu, wir suchen ihre Nähe und empfinden ihre Worte als Bereicherung. Wir bewundern die Leichtigkeit, die Direktheit und den menschenfreundlichen Humor. Alles Eigenschaften, derer wir einst auch teilhaftig waren.

Doch irgendwann stellen wir dann fest, dass bestimmte Verhaltensweisen willkommener sind, als andere. Unsere Umwelt reagiert mit Akzeptanz oder Ablehnung. Und wir wollen gefallen, oder Schmerzen vermeiden. So geht das Unverstellte und Absichtslose immer mehr verloren und mit ihnen auch unser inneres Leuchten, unser Charisma.

Du bist genug!

Wieviel wir im Laufe der Zeit verloren haben, fällt uns erst auf, wenn wir jemanden sehen, der sich dieses Leuchten bewahren hat. Auffallend ist immer wieder, dass diese Personen sich selbst mögen. Gemeint sind damit nicht die narzisstischen Blählinge, die vor lauter Selbstüberschätzung kaum noch gehen können. Gemeint sind Menschen, die mit sich selbst im Reinen sind, die ihre Stärken, vor allem aber auch ihre Schwächen akzeptiert haben. Sie haben ihre Ängste weitestgehend überwunden und haben sich ihren liebevollen Blick auf die Unvollkommenheit von Menschen und ihrer Taten erhalten. Sie können staunen, sie können mitfühlen, den Augenblick genießen – und sie können lachen. Am liebsten über sich selbst. Sie haben sich entschieden, dass sie Teil eines liebevollen Ganzen sind und nicht als Einzelne gegen den Rest der Welt antreten müssen.

„I yam what I yam and that’s all what I yam.“  (Popeye)

 

In unserem Kontext des öffentlichen Auftretens und Redens fallen uns die Unterschiede natürlich ganz besonders ins Auge.

„Diese  Leichtigkeit möchte ich auch“, denken wir uns dann und fangen an zu kopieren. Wir ahmen Rede- und Verhaltensweisen nach und staunen, dass wir doch immer nur eine Kopie bleiben. Es wächst die verzweifelte Hoffnung, dass sich die Äusserlichkeiten in zahlreich angebotenen Trainings aneignen lassen. Lassen sie sich auch, aber es bleiben Äusserlichkeiten. Das Leuchten will und will sich nicht einstellen. Wie bei dem Kollegen auf der Bühne werden die Versuche immer lauter, immer greller und entfernen sich immer weiter von der eigentlichen Lösung. Denn – und das ist die gute Nachricht – es gibt eine Lösung!

Das Publikum ist die Hauptperson

Sobald wir uns selbst vergessen, sobald wir den Augenblick genießen, sobald wir wieder gelernt haben zu staunen und uns neugierig und empathisch unseren Zuhörern zuwenden, werden wir mit großer Leichtigkeit wieder anfangen von innen zu strahlen.

Sobald wir akzeptieren, dass nicht wir als Redner oder Rednerin im Mittelpunkt stehen, sondern das Publikum die Hauptrolle spielt, werden wir anfangen, wirklich zu geben und nicht mehr einfach nur wirken zu wollen.

Je mehr wir die Absicht haben, unsere Zuhörer zu beschenken, desto weniger werden wir darüber nachdenken, wie wir unseres Äußeres perfektionieren könnten.

„Es lohnt sich, jedem einzelnen (…Mitmenschen) mit Aufmerksamkeit und Freundlichkeit zu begegnen und ihm Gutes zu tun. Das hilft nicht nur dem anderen, sondern auch mir selbst. (…) Ein attraktiver Mensch ist nicht immer gut, mag er sich auch noch so geschickt als „profilierte Markenpersönlichkeit“ verkaufen.
Aber ein guter Mensch ist immer attraktiv – weil er von innen heraus strahlt.“
(Dr. Rebekka Reinhard aus „Charisma kriegt man nicht im Seminarraum“)

Charisma müssen Sie nicht lernen, Charisma haben Sie! – Lassen Sie’s endlich zu.

Dieses Credo ist die Grundlage aller Trainings von TheKish Experience.

Wir zeigen Ihnen nicht, wie Sie sich als Goldfisch Haifischflossen umschnallen, um zu beeindrucken. Wir zeigen Ihnen wie Sie Ihre Schönheit  und Einzigartigkeit als Goldfisch zeigen, einsetzen und leben können.

 

 

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Ein Kommentar

  • Saskia Sanchez says:

    22. Mai 2015 at 11:53

    Hi! Ich habe eine Frage, die nicht mit dem Artikel direkt zu tun hat… Wisst ihr, was für eine Rasse dieser Hund, auf dem Bild im Artikel hat???
    Liebe Grüsse, Saskia

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