Todsuenden im öffentlichen Auftreten

Sieben todsichere Wege um unterzugehen

Sieben Todsuenden öffentlichen Auftretens

Weshalb hören wir einigen Rednern gerne zu und wieso wenden wir uns von anderen ab?

Wenn wir nach Gemeinsamkeiten suchen in Kommunikationen, die uns nicht gefallen haben, werden wir schnell fündig. Dabei ist es unbedeutend, ob es sich um ein Gespräch unter Kollegen in der Kaffeeküche, eine öffentliche Äusserung oder eine hochdotierte Präsentation handelt. Immer ist es ein Verhalten des Sprechenden, eine Todsuende, die uns davon abhält, Sympathie zu empfinden und somit auch die Argumente unvoreingenommen zu hören. 

Welche negativen Verhaltensweisen gilt es im Blick zu behalten und gegebenenfalls bewusst zu vermeiden? Was für Fallen können im Dickicht der Kommunikation lauern? Es folgt eine keineswegs vollständige Liste von absoluten Kommunikationskillern.

Sieben Todsuenden:

  1. Klatsch – schlecht über jemanden reden, der nicht anwesend ist. Ein unfreundlicher Akt. Und natürlich wissen wir, dass keine fünf Minuten später die Person auch schlecht über uns reden wird.
  2. Urteil – es ist kein angenehmes Erlebnis, mit jemandem zu reden, von dem man sich ständig benotet fühlt. Der Redner kennt offenbar Richtig und Falsch ganz genau. Meist gibt es bei ihm nur Schwarz oder Weiss.
  3. Negativität – Menschen, die mit Vorliebe Schwierigkeiten, Probleme, Mängel oder Hindernisse, kurz: die Pest beschwören. Sie tragen wenig dazu bei, mehr Licht in die Welt zu bringen. Es fällt schwer, solchen Menschen auf die Dauer zuzuhören und sie und ihre Anliegen ernst zu nehmen.
  4. Jammern – eine besondere Ausprägung von Negativität. Man sagt, dass „Jammern“ die Muttersprache der Deutschen sei. Wir jammern über die Politik, das Wetter, das Fernsehprogramm, die Frau, den Mann, die Kinder, die Eltern, den Chef und die Kollegen sowieso. Steuern, Straßen, Brücken, die Bahn… Hört noch irgendjemand zu?
  5. Entschuldigungen – für jeden Fehler gibt es weitschweifige Erklärungen, die letzten Endes alle nur belegen sollen, dass die redende Person nicht schuld ist. Durchsichtig und langweilig. Von jemandem, der angeblich keine Fehler macht, kann man getrost annehmen, dass er sich nicht weiterentwickelt. Wer sich ständig entschuldigt, ist in einer lähmenden Fehlerkultur gefangen.
  6. Übertreibungen – Wer zu oft „Wolf“ ruft, dem glaubt man nicht mehr. Begriffe wie „super“, „phänomenal“, „gigantisch“, „historisch“ nutzen sich sehr schnell ab und berauben die Sprache ihrer Bedeutung. Was ist ein tatsächlich angebrachtes „historisch“ auf diese Weise noch wert?
  7. Dogmatismus – Besserwisserei, das Verwechseln von Tatsachen und Überzeugung. Widerrede zwecklos. Da wird der Zuhörer mit einer unverrückbaren privaten Meinung konfrontiert, die nicht verhandelbar ist und daher auch keine Diskussion zulässt.

Wer diese sieben „Todsuenden“ vermeidet, hat schon mal einen grossen Schritt in Richtung inspirierender Reden gemacht.
Natürlich lassen sich daraus auch einige wichtige Hinweise für die gute Rede ableiten.

Es gibt eine Liste mit „guten“ Eigenschaften eines Redners.

Wenn diese Eigenschaften die Grundlage Ihrer Rede – und noch weiter: Ihrer Haltung – bilden, werden Ihre Zuhörer an Ihren Lippen kleben und jedes Ihrer Worte als Geschenk erleben.

Der britische Kommunikationsexperte  Julian Treasure hat eine wundervolle Faustformel entworfen, die zusammengesetzt das Wort „HAIL ergibt. (to hail: to greet or acclaim enthusiastically). Er schlägt vor, dass diese vier Elemente die Grundsteine bilden, für jede Rede, die inspirieren, motivieren und begeistern möchte. So wird Ihre Rede mit Sicherheit „enthusiastisch bejubelt“.

Was diese vier Buchstaben beschreiben, können Sie vielleicht selbst herausfinden, wenn Sie überlegen, welche Präsentationen Sie als Geschenk oder Gewinn empfunden haben.

Wenn Sie nicht sicher sind, lesen Sie im kommenden Artikel weiter, wie Sie das Akronym HAIL richtig einsetzen, um Ihr Publikum zu begeistern und um sich als Redner zu entlasten.


Natürlich können Sie sich auch einfach für das dreitägige Kommunikationstraining „Begeistert begeistern“ (detaillierte Infos) im Kloster Hegne am Bodensee anmelden. Hier lernen und trainieren Sie vom 28. bis 30. November 2014 die Grundlagen publikumszentrierten Präsentierens.

"Begeistert begeistern" am Bodensee

-> um zur Anmeldung zu gelangen, bitte Bild anklicken

Machen Sie gleich den ersten Schritt. Begeistern Sie Ihr Publikum, motivieren und inspirieren Sie Ihre Zuhörer, tragen Sie dazu bei, diese Welt zu einem noch helleren Ort zu machen.

 

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